Peter Kurzeck

© Ramune Pigagaite

Vita

Peter Kurzeck zu Gast in Prag/Tschechien im Jahr 2012.

Peter Kurzeck (1943-2013) war ein deutscher Schriftsteller. Seine Familie wurde 1946 aus dem Sudentenland vertrieben. Er zog mit seiner Mutter und Schwester nach Staufenberg bei Gießen, wo er seine Jugend verbrachte. Nachdem er sich ab 1971 an wechselnden Orten aufgehalten hatte, wohnte er seit 1977 in Frankfurt am Main und seit 1993 auch in Uzès/Frankreich.

Werkauswahl

Peter Kurzeck war Verfasser stark autobiografisch geprägter Romane und Erzählungen, in denen das Leben in der hessischen Provinz und in Frankfurt am Main sowie die bundesrepublikanische Gesellschaft detailliert geschildert werden. Im Zentrum seiner schriftstellerischen Ambition stand die Erinnerungsarbeit bzw. das Konservieren der gelebten Zeit. Kurzeck war Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland. Seit Mitte der 1990er Jahre arbeitete er an einem mehrbändigen autobiographischen Romanprojekt, das seinem erzählerischen Rahmen nach im Jahr 1984 in Frankfurt am Main angesiedelt ist. Die Romane seit „Übers Eis“ (1997) sind Teile dieser Chronik eines einzigen Jahres im Leben eines Schriftstellers. Einen Namen hat sich Kurzeck ferner durch seine Lesungen sowie durch seine Hörbuch-Produktionen gemacht. 2007 erschien „Ein Sommer, der bleibt“, ein Projekt mit Kurzeck in der Rolle des Erzählers. 

Auszeichnungen

Neben dem von Günter Grass gestifteten Alfred-Döblin-Preis und anderen renommierten Auszeichnungen erhielt Kurzeck im Jahr 1994 den Joseph-Breitbach-Preis. Seit Juli 2014 ist in Staufenberg ein Platz nach Peter Kurzeck benannt. 2012 war Kurzeck Stipendiat des Hessischen Literaturrates in Prag.

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