Oleg Alexandrowitsch Jurjew

Vita

Oleg Alexandrowitsch Jurjew, geboren 1959 in Leningrad. 1982 absolvierte er die Leningrader Hochschule für Volkswirtschaft und Finanzen in der Fachrichtung Wirtschaftsmathematik und Systemtheorie. 1991 übersiedelte Oleg Jurjew mit seiner Familie nach Deutschland und lebt seither zusammen mit seiner Frau, der Schriftstellerin Olga Martynova, in Frankfurt am Main. In den siebziger und achtziger Jahren war die Lyrik seine Hauptbeschäftigung. Seit 1984 schreibt er Bühnenstücke, seit Ende der achtziger Jahre auch Essays und Buchbesprechungen, seit 1992 verfasst er zudem Prosa. In der Endphase der Sowjetunion verdiente er seinen Lebensunterhalt mit Übertragungen vor allem aus dem Englischen sowie mit dem Schreiben von Kindererzählungen und Gedichten. In Russland veröffentlichte Jurjew einige Gedichtbände, Prosa-Sammlungen und Theaterstücke, für die er auch Auszeichnungen erhielt, u.a. den Preis des russischen Theaterverbandes (1988). Seine Texte in deutscher Sprache sind sowohl Übertragungen aus dem Russischen, als auch vom Autor selbst in deutscher Sprache abgefasst. 2006 bis 2013 hatte Jurjew eine eigene Kolumne, „Jurjews Klassiker“, im Berliner „Tagesspiegel“

Werkauswahl

In Deutschlad erschienen u.a.: „Spaziergänge unter dem Hohlmond“ (Frankfurt/M. 2002), „Der neue Golem oder Der Krieg der Kinder und Greise“, Roman (Frankfurt/M. 2003). Danach weitere Werke, zuletzt „Die Russische Fracht“ (Berlin 2009). Seine Werke wurden in mehrere Sprachen übersetzt.

Auszeichnungen

2010 erhielt Jurjew den mit 15.000 Euro dotierten Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil der Stadt Heidelberg.

Oleg Jurjew wurde u.a. ausgezeichnet mit dem Peter-Suhrkamp-Stipendium (2003) und dem Preis der Moskauer Literaturzeitschrift „Nowyj mir“ für die besten Veröffentlichungen des Jahres 2013.

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