Ulla Berkéwicz

Vita

Ulla Berkéwicz, geboren 1951 in Gießen als Ursula Schmidt; der Name Berkéwicz, den sie später als Künstlernamen annahm, ist abgeleitet vom Namen ihrer jüdischen Großmutter, Berkowitz. Ulla Berkéwicz besuchte die Frankfurter Schauspielschule und war seit 1969 an verschiedenen Bühnen tätig. 1982 gab sie den Schauspielerberuf auf. Von 1990 bis zu seinem Tod 2002 war sie mit Siegfried Unseld, dem Verleger des Suhrkamp-Verlags, verheiratet. Danach wurde sie in die Geschäftsführung des Suhrkamp-Verlags aufgenommen. Im Oktober 2003 übernahm sie den Vorsitz der Geschäftsführung. Am 10. Dezember 2012 wurde sie durch ein noch nicht rechtskräftiges Gerichtsurteil rückwirkend vom 17. November 2011 als Geschäftsführerin des Suhrkamp-Verlages abberufen.

Werkauswahl

Sie debütierte mit der Erzählung „Josef stirbt“ (Frankfurt/M. 1982). Danach erschienen zahlreiche weitere Romane, Erzählbände und Theaterstücke. Zuletzt publizierte sie den Essayband „Vielleicht werden wir ja verrückt: eine Orientierung in vergleichendem Fanatismus“ (Frankfurt/M. 2002) sowie den Prosaband „Überlebnis“ (Frankfurt/M. 2008), in dem sie das Sterben und den Tod ihres Mannes Siegfried Unseld literarisch verarbeitet.

Auszeichnungen

Für ihre Werke wurde Ulla Berkéwicz u.a. mit dem Märkischen Stipendium für Literatur (1987) sowie mit dem Rheingau Literatur Preis (1995) ausgezeichnet. Sie ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland und war 2001 Poetik-Dozentin an der Heidelberger Universität.

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